Mahatma Gandhi

 

Mohandas Karamchand Gandhi

 

2. Oktober 1869 bis 30. Januar 1948

 

 

 

 

 

 

Foto: Omikron/Photo Researchers/

Getty Images


Mahatma Gandhi

- seine zeitlosen Lehren und Wahrheiten

 

Die ganze Menschheit ist eine Familie.

 

Jeder einzelne Mensch, jede einzelne Stimme in einer Gesellschaft ist wichtig. Keiner und keine ist überflüssig oder unwichtig. Wir alle bilden gemeinsam einen Klang.

 

 

 

Sei du selbst die Veränderung,

die du dir wünschst für diese Welt.

 

 

 

Sieben Sünden der Gesellschaft:

 

Wohlstand ohne Arbeit

Vergnügen ohne Bewusstsein

Kommerz ohne Moral

Wissenschaft ohne Menschlichkeit

Wissen ohne Persönlichkeit

Verehrung ohne Opfer (von Vermögen)

Politik ohne Prinzipien

 

"Rechte ohne Pflichten" (Arun Gandhi, sein Enkel)

 

 

 

Wut ist für einen Menschen wie Benzin für ein Auto -

sie treibt einen an, damit man weiterkommt

an einen besseren Ort.

Ohne sie hätte man keinerlei Motivation,

sich einem Problem zu stellen.

 

Wut ist die Energie, die uns zwingt, zu definieren,

was gerecht ist und was ungerecht.

 

Nutze deine Wut weise. Lass sie dir helfen,

den Weg der Liebe und Wahrheit zu finden.

 

 

 

Wenn wir klug mit der Elektrizität umgehen, wird sie unser Leben bereichern, doch wenn wir sie missbrauchen,

können wir sterben.

Wir müssen lernen, sie weise und zum Wohl

der Menschheit einzusetzen.

 

 

 

Hab keine Angst deine Stimme zu erheben.

 

Ein Nein aus tiefster Überzeugung ist besser und größer

als ein Ja, das nur gefallen will, oder, noch schlimmer, Schwierigkeiten umgehen möchte.

 

 

Wer besonnen ist, der redet nicht einfach daher -

er wägt Wort für Wort ab.

 

 

 

Es war mir schon immer ein Rätsel, dass sich Menschen

als ehrenwert empfinden können,

obwohl sie ihre Mitmenschen demütigen.

 

 

 

 

Wer die Zeit verschwendet, vergeudet sich selbst.

 

Wir sollten unsere Zeit dazu nutzen, die WAHRHEIT zu suchen. Wenn wir uns bemühen, die WAHRHEIT zu verstehen, werden wir auch verstehen, worum es im Leben geht.

 

 

 

Dein Geist soll sein wie ein Zimmer

mit vielen geöffneten Fenstern.

Lass durch alle den Wind hereinströmen,

doch lass dich von ihm nicht wegpusten.

 

Sei ein Teil der Welt, nimm so viele Ideen in dich auf, wie du kannst. Dann ziehe dich in deine Einsamkeit zurück oder an deinen Ort der Ruhe und entscheide, wie du die Ideen einsetzen willst, um aus der Welt eine bessere zu machen.

 

 

 

Materialismus und Moral stehen in einem reziproken Verhältnis zueinander. Nimmt das eine zu, nimmt das andere ab.

 

 

 

Etwas zu vergeuden, ist mehr als eine schlechte Angewohnheit. Es ist ein Ausdruck von Achtlosigkeit,

und es ist Gewalt gegen die Natur.

 

Wenn wir die Ressourcen vergeuden, verknappen wir sie für jene, die sich nicht einmal die Reste leisten können.

 

 

 

Der Treibstoff aller physischen Gewalt ist die passive Gewalt.

Sie entzündet den Funken.

Wenn wir das Feuer physischer Gewalt löschen wollen,

müssen wir die Treibstoffzufuhr kappen.

 

 

 

Die Gier und unsere verschwenderischen Gewohnheiten

sind für die andauernde Armut verantwortlich.

Das ist Gewalt gegen die Menschlichkeit.

 

 

 

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich,

dann bekämpfen sie dich, und dann gewinnst du.

 

 

 

 

Der Mensch kann nicht in einem einzelnen Lebensbereich recht tun, während er in irgendeinem anderen unrecht tut.

Das Leben ist ein unteilbares Ganzes.

 

Politiker hüllen die Wahrheit oft trickreich in mysteriöse Schleier, und sie kümmern sich um das Flüchtige und Unwichtige statt um das, was bleibt und wichtig ist.

 

 

 

Berühre die Welt mit Liebe, nicht mit Angst.

 

 

 

Die fünf Säulen der Gewaltlosigkeit:

 

Respekt - Verständnis - Akzeptanz - Wertschätzung - Mitgefühl

 

 

 

Es ist einfach, die zu lieben, die dich lieben.

Doch die wirkliche Kraft der Gewaltlosigkeit zeigt sich,

wenn man die lieben kann, die einen hassen.

Ich weiß, wie schwer es ist, sich an dieses

erhabene Gesetz der Liebe zu halten.

Aber ist es nicht so, dass alles Erhabene und Gute schwerfällt?

Einen Hassenden zu lieben ist schwer. Doch selbst die kann leicht werden, wenn man es will.

 

 

 

 

entnommen aus:

Arun Gandhi: Wut ist ein Geschenk.

Das Vermächtnis meines Großvaters Mahatma Gandhi.

Köln, 2017